Naildesign - Historisches
Naildesign ist der Oberbegriff für die Behandlung und Modellage von Nägeln am Menschen. Dabei geht es nicht nur um die Maniküre von Fingernägeln oder Pediküre von Zehnägeln. Naildesign bzw. Nageldesign umfasst ebenfalls die Nagelmodellage und Verzierung von Nägeln.
Die Geschichte des Naildesign, so wird vermutet, begann im alten Ägypten. Die alten Pharaonen steckten Metallhülsen an die Finger um ihre Fingernägel zu verlängern. Aus einem Gemisch von Kleber und Porzellanpulver ließ sich Cleopatra künstliche Fingernägel modellieren. In China zu Zeiten der Ming-Dynastie (1268-1644) war Naildesign ebenfalls kultischer Brauch. Die reichen Herren ließen sich ihre Fingernägel mit Reispapier, Seide oder Porzellanpulver verlängern. und verstärken...
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Ein Arzt Namens Sitts entwickelte 1830 in
Europa eine effektive Methode zur schonenden Behandlung bzw.
Maniküre mittels Orangenholzstäbchen, welche als Zahnstocher
seinerzeit Verwendung fanden. Seine Nichte machte 1892 diese
Methode international bekannt. Die ersten Maniküre-Salons
entstanden in Amerika.
In den 20er Jahren begann mit der
Erforschung von Autolacken der Nagellack seinen Siegeszug. Die
Schauspielerinnen Marlene Dietrich prägte u.a. die Trends wie
den „Moon-Manicure“ oder „Gastby-Look“. Hierbei wurde der
Fingernagel lediglich in der Mitte rot oder pink lackiert. Die
seitlichen Ränder und der Halbmond wurden dabei frei gelassen.
Aus diesem Trend heraus scheint auch die noch heute weit
verbreitete irrige Meinung zu stammen, das der Halbmond „atmen“
kann.
1934 wurden die ersten künstlichen
Fingernägel von Maxwell Lappe, einem Zahnarzt aus Chicago
entwickelt. Mit seinen „Nu Nails“ wollte er Nagelbeißern
helfen, deren Hände ästhetischer aussehenden zu lassen. In
den Filmstudios von Hollywood entstanden schließlich Mitte der
50er Jahre die ersten Kunstnägel aus Acryl - die Geburtsstunde
des
Acryl-Systems. Auch hier wurden
Materialien aus dem Dentalbereich verwendet. Eine aus zwei
Komponenten bestehende schnell trocknende Masse wird mittels
einer stützenden Schablone auf die Naturnägel aufgetragen, in
Form gebracht und nach dem Aushärten gefeilt. Diese
Technik ist quasi der Urvater des heute weit verbreiteten
sehr beliebten Pulver-Flüssigkeit-Verfahrens (PF-Verfahren).
Mitte der 50er Jahren wurden so genannte
"Spendernägel" getragen. Diese "gezüchteten" Naturnägel wurden
von wohlbetuchten Damen für wenig Geld von Menschen ärmerer
Schichten erworben und mittels Kleber auf den eigenen
Naturnägeln befestigt. Diese unter dem Begriff Full-Size
bekannte Technik wird noch heute von Laien angewendet, das sie
sehr leicht umzusetzen ist. Die Naturnägel ersetzt man heute
durch entsprechende Kunststofftipps. Der Kunstnagel wird mittels
Klebstoff oder einem s.g. Klebepad, vollflächig auf den
Naturnagel aufgeklebt. In der professionellen Nagelmodellage
findet die Methode des vollflächigen Aufklebens jedoch keine Anwendung,
da wegen möglicher unkontrollierter Lufteinschlüsse
während des Aufklebens ein hohes Risiko für Pilzbefall des
Naturnagels besteht.
In den USA begann Anfang der 70er Jahre die Ära des modernen
Naildesign. 1975 wurde die Verwendung von Methyl-Methacrylat,
einem als gesundheitsbedenklich geltenden Acryl-Monomer im
Naildesign verboten und die Ära der Polymeracryle begann. Dr.
Nordström von Creative Nail Design erfand 1974 eine neue
Technologie für die Modellage von Kunstnägeln. Der neuer
Kunststoff hatte durch seine gitterartig in Kreuzstruktur
angeordneten Monomere eine noch höhere Widerstandsfähigkeit
gegen Lösungsmittel und mechanische Belastungen.
Die Naildesign Welle schwappte Ende 1970
aus den USA nach Europa über. Eine neue Art der Nagelverlängerung
- die Kunsstoffstips kamen zunehmend in Mode. Besonders
für wenig geübte Naildesignerinnen eine große Erleichterung, die
bei der Modellage einer perfekten C-Kurve mittels
Schablonentechnik Probleme haben.
Das Geburtsjahr des
Gel-Systems war 1981.
Seine Erfinderin - Henken Gourly. James T. Giuliano entwickelte
ein entsprechendes UV - Lichthärtegerät. Das heutige Gelsystem
ist relativ leicht umzusetzen und basiert derzeitig auf Gelen
oftmals ohne Säurezusatz.
Um im Naildesign eine bessere Haftung des Kunststoffes
auf dem Naturnagel zu erreichen, wird der Nagel vorsichtig anmatiert, gegebenenfalls chemisch entfettet und ggf. mit einem
geeigneten Primer vorbehandelt. Beim lufthärtenden
Naildesign System wird
mittels einem mit Liquid benetzten Pinsels etwas Acrylpulver
aufgenommen, welches sich sehr schnell vermischt und
sofort mit der Aushärtung beginnt. Die Nagelmodellage erfordert
bei dieser Naildesign Technik ein zügiges Arbeiten, jedoch kann die
chemische Zusammensetzung der Pulver dabei so modifiziert
werden, dass unterschiedliche Aushärtezeiten des Gemisches
erreicht werden können. Basierend auf dem lufthärtenden
Verfahren wurde ein lichthärtendes System entwickelt. Das
Acrylliquid enthält hierbei Photoinitiatoren, welche bei einer
Bestrahlung mittels UV-Licht eine Aushärtung der angemischten Acrylmasse
auslösen. Acrylnägel werden auch noch als Porzellannägel
oder Aaqua-Nägel bezeichnet.
Ein Arzt Namens Sitts entwickelte 1830 in Europa eine effektive Methode zur schonenden Behandlung bzw. Maniküre mittels Orangenholzstäbchen, welche als Zahnstocher seinerzeit Verwendung fanden. Seine Nichte machte 1892 diese Methode international bekannt. Die ersten Maniküre-Salons entstanden in Amerika.
In den 20er Jahren begann mit der Erforschung von Autolacken der Nagellack seinen Siegeszug. Die Schauspielerinnen Marlene Dietrich prägte u.a. die Trends wie den „Moon-Manicure“ oder „Gastby-Look“. Hierbei wurde der Fingernagel lediglich in der Mitte rot oder pink lackiert. Die seitlichen Ränder und der Halbmond wurden dabei frei gelassen. Aus diesem Trend heraus scheint auch die noch heute weit verbreitete irrige Meinung zu stammen, das der Halbmond „atmen“ kann.
1934 wurden die ersten künstlichen Fingernägel von Maxwell Lappe, einem Zahnarzt aus Chicago entwickelt. Mit seinen „Nu Nails“ wollte er Nagelbeißern helfen, deren Hände ästhetischer aussehenden zu lassen. In den Filmstudios von Hollywood entstanden schließlich Mitte der 50er Jahre die ersten Kunstnägel aus Acryl - die Geburtsstunde des Acryl-Systems. Auch hier wurden Materialien aus dem Dentalbereich verwendet. Eine aus zwei Komponenten bestehende schnell trocknende Masse wird mittels einer stützenden Schablone auf die Naturnägel aufgetragen, in Form gebracht und nach dem Aushärten gefeilt. Diese Technik ist quasi der Urvater des heute weit verbreiteten sehr beliebten Pulver-Flüssigkeit-Verfahrens (PF-Verfahren).
Mitte der 50er Jahren wurden so genannte
"Spendernägel" getragen. Diese "gezüchteten" Naturnägel wurden
von wohlbetuchten Damen für wenig Geld von Menschen ärmerer
Schichten erworben und mittels Kleber auf den eigenen
Naturnägeln befestigt. Diese unter dem Begriff Full-Size
bekannte Technik wird noch heute von Laien angewendet, das sie
sehr leicht umzusetzen ist. Die Naturnägel ersetzt man heute
durch entsprechende Kunststofftipps. Der Kunstnagel wird mittels
Klebstoff oder einem s.g. Klebepad, vollflächig auf den
Naturnagel aufgeklebt. In der professionellen Nagelmodellage
findet die Methode des vollflächigen Aufklebens jedoch keine Anwendung,
da wegen möglicher unkontrollierter Lufteinschlüsse
während des Aufklebens ein hohes Risiko für Pilzbefall des
Naturnagels besteht.
In den USA begann Anfang der 70er Jahre die Ära des modernen
Naildesign. 1975 wurde die Verwendung von Methyl-Methacrylat,
einem als gesundheitsbedenklich geltenden Acryl-Monomer im
Naildesign verboten und die Ära der Polymeracryle begann. Dr.
Nordström von Creative Nail Design erfand 1974 eine neue
Technologie für die Modellage von Kunstnägeln. Der neuer
Kunststoff hatte durch seine gitterartig in Kreuzstruktur
angeordneten Monomere eine noch höhere Widerstandsfähigkeit
gegen Lösungsmittel und mechanische Belastungen.
Die Naildesign Welle schwappte Ende 1970 aus den USA nach Europa über. Eine neue Art der Nagelverlängerung - die Kunsstoffstips kamen zunehmend in Mode. Besonders für wenig geübte Naildesignerinnen eine große Erleichterung, die bei der Modellage einer perfekten C-Kurve mittels Schablonentechnik Probleme haben.
Das Geburtsjahr des Gel-Systems war 1981. Seine Erfinderin - Henken Gourly. James T. Giuliano entwickelte ein entsprechendes UV - Lichthärtegerät. Das heutige Gelsystem ist relativ leicht umzusetzen und basiert derzeitig auf Gelen oftmals ohne Säurezusatz.
Um im Naildesign eine bessere Haftung des Kunststoffes auf dem Naturnagel zu erreichen, wird der Nagel vorsichtig anmatiert, gegebenenfalls chemisch entfettet und ggf. mit einem geeigneten Primer vorbehandelt. Beim lufthärtenden Naildesign System wird mittels einem mit Liquid benetzten Pinsels etwas Acrylpulver aufgenommen, welches sich sehr schnell vermischt und sofort mit der Aushärtung beginnt. Die Nagelmodellage erfordert bei dieser Naildesign Technik ein zügiges Arbeiten, jedoch kann die chemische Zusammensetzung der Pulver dabei so modifiziert werden, dass unterschiedliche Aushärtezeiten des Gemisches erreicht werden können. Basierend auf dem lufthärtenden Verfahren wurde ein lichthärtendes System entwickelt. Das Acrylliquid enthält hierbei Photoinitiatoren, welche bei einer Bestrahlung mittels UV-Licht eine Aushärtung der angemischten Acrylmasse auslösen. Acrylnägel werden auch noch als Porzellannägel oder Aaqua-Nägel bezeichnet.





